Sanierung / Reparatur von Schächten

Schächte, Sammelgruben und Kleinkläranlagen gelten als undicht, wenn sie
nach einer Dichtheitsprüfung die Vorgaben der DIN 4261oder EN 1610 nicht erfüllen.

In diesem Fall kann man davon ausgehen, dass ständig Schmutzwasser ins
Erdreich eindringt und unser Grundwasser verunreinigt. Hier sollte sofort
gehandelt werden.

Die ordnungsgemäße Behandlung und Einleitung des Schmutzwassers liegt im
Interesse aller. Nach Prüfung auf Dichtheit des Bauwerks muss über eine sinnvolle
Sanierung oder Erneuerung nachgedacht werden, damit die Anlage betriebssicher
und zuverlässig arbeitet. Ein Sanierungsverfahren möchten wir kurz vorstellen:

Das Schacht-Sanierungs-Verfahren

Ein spezieller Kunstharz mit hervorragenden Dichteigenschaften wird auf die
Oberfläche des zu sanierenden Schachtbauwerkes aufgetragen. Im Regelfall
wird der Harz aufgespritzt. Seine hohe Standfestigkeit auch an senkrechten
Flächen ermöglichen eine gleichmäßige Abdeckung. Die neu entstandene
Oberfläche ist abriebfest und beständig gegen Chemikalien. Dabei setzten
wir die ökologische Unbedenklichkeit voraus.

Sanierung / Reparatur von Abwasserleitungen

Die traditionelle Methode, schadhafte Rohre zu erneuern, hatte bis vor kurzem umständliches
Aufgraben zur Folge. Mit unangenehmen Begleiterscheinungen, wie z.B. gesperrte Straßen und Überwege und Stillstandszeiten des Kanals musste gerechnet werden. Neue Verfahren zur
Kanalsanierung sind entwickelt worden, um schadhafte Systeme schnell, preiswert und sicher
reparieren zu können. Verschiedene Einsatzbereiche sind Risse in der Leitung, Scherbenbildung,
Fremdwasserzulauf, undichte Rohrverbindungen, entfernter Wurzeleinwuchs, defekte Stutzen und
Rohrbruch. Einige Sanierungsmethoden haben sich in den letzten Jahren durchgesetzt.
Ein kleine Auswahl von umweltverträglichen Systemen möchten wir Ihnen kurz darstellen:

Das Reparaturverfahren:

Die bei einer Kamerauntersuchung festgestellten Schäden werden genau eingemessen.
Eine speziell für diesen Verwendungszweck angefertigte Glasfasermatte wird laminiert
und mit Hilfe eines Packers und Kamerabeobachtung an der Schadstelle positioniert.
Der Packer wird anschließend mit Luft gefüllt. Dadurch wird ein gleichmäßiger
Anpressdruck der laminierten Glasfasermatte an die Rohrwand erreicht und das
überschüssige Laminat kann sich in die Schadstelle einfügen. Nach Abschluß
der Aushärtung ist die Glasfasermatte mit der Rohrwand eine stabile Verbindung
eingegangen und die Sanierung ist abgeschlossen. Die Wandstärke des eingebrachten
Materials beträgt ca. 3 - 5 mm.


Das Renovierungsverfahren:

Speziell bei größeren Strecken (z.B.Hausanschlußkanäle) ist die Sanierung mit dem
Reparaturverfahren nicht wirtschaftlich. Ist es erforderlich , ganze Strecken oder
größere Teilbereiche zu sanieren, wird in diesem Fall ein laminierter Schlauch , ähnlich
wie beim Renovierungsverfahren, in die Leitung über eine Druckkammer im Inversions-
verfahren eingezogen. Die weitere Vorgehensweise unterscheidet sich nur geringfügig
von dem bereits erwähnten Reparaturverfahren. Auch hier beträgt die Wandstärke des
eingebrachten Materials ca.3-5 mm.


Das Stutzen-Sanierungs-System

Eine Weiterentwicklung der beiden genannten Systeme ist die Sanierung von Stutzen.
Defekte Einläufe können auf diese Weise wieder fachgerecht hergestellt werden.
Durch Formstücke entstehen  haltbare Verbindungen zwischen dem Hauptrohr und
dem Stutzen.